Kunst- und Kulturkreis Kraniche e.V.
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 Florstadt

Wetterauer-Zeitung vom 18.09.2019

Das ist grenzenlose Kunst

vonStephan Lutz

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Florstadt-Stammheim(sl). Europa ist in aller Munde. So auch am Wochenende, wo die 20. Künstlertage des Kunst- und Kulturkreises "Kraniche" für drei Tage im Stammheimer Bürgerhaus gastierten. Mit "Europa 2" war die Ausstellung überschrieben, in der neben den Werken von 14 Ausstellern aus den Reihen der "Kraniche" erstmals auch Exponate eines Dutzends Gäste aus vier europäischen Ländern bestaunt werden konnten. Und mit Europa-Ministerin Lucia Puttrich, Landrat Jan Weckler und Bürgermeister Herbert Unger als Schirmherrn fand sich reichlich Prominenz ein.

Am Samstag enthüllte jeder Künstler sein eigens zur Ausstellung gestaltetes Werk zum Thema Europa und am Sonntag erfolgte die Preisverleihung des Schüler-Malwettbewerbs der Karl-Weigand-Schule. Die Begrüßung hatten die Vorsitzenden Beate Schmidt und Bernd Raab übernommen.

Im Fokus standen an allen drei Tagen besonders die Künstlerinnen und Künstler. Allen voran die Gäste aus den beiden Partnerstädten Staden (Belgien) und Plèneuf-Val-André (Frankreich) sowie aus Österreich und Moldawien. Bürgermeister Unger eröffnete die Vernissage mit einem Glas Sekt für alle Besucher. Er fungierte bereits zum 20. Mal als Schirmherr. Die Künstlerriege habe großen Zuspruch verdient, weshalb es sich auch trotz Rückenleiden einfand. Er sprach von einem ganz besonderem Reiz, wenn eine Idee in die Wirklichkeit umgesetzt werde. Das kenne er als Kommunalpolitiker und das hätten nun auch die "Kraniche" und der Partnerschaftsverein geschafft, und das "mit einer besonderen Qualität", so Unger: "So ist das, wenn viele Leute, Vereine und die Schule zusammen agieren - bei uns funktioniert das bestens". Danach wurden alle Künstler einzeln vorgestellt.

Jury hat es schwer

Landrat Jan Weckler war "wie erschlagen" von den künstlerischen Angeboten, er sprach von hoher Kultur, einer beeindruckenden Qualität der Exponate und voller Respekt von den langen und erfolgreichen Zeit der Jahresausstellungen. Kraniche ziehen über Europa hinweg und haben den Weitblick von oben, gerade in einem Schicksalsjahr für Europa und in Zeiten einer Debatte um den Brexit. "Sie haben mit ihrem Motto den richtigen Riecher zur richtigen Zeit", so Weckler. Und Dank des Malwettbewerbs haben sich auch die Schüler der Karl-Weigand-Schule, also der Nachwuchs, mit dem Thema Europa auseinandergesetzt. Er dankte Vorstand und Künstlern für eine Ausstellung, die vielfältig Freude bereitet und wünschte den "Kranichen" noch viele Jahre viele Aktivitäten und jedes Jahr eine Jahresausstellung.

Bei der Preisverleihung des Malwettbewerbs am Sonntag war Hauptorganisator Bernd Raab angesichts der vorzüglich gelungenen Zusammenarbeit mit der Karl-Weigand-Schule hocherfreut. Er dankte den beteiligten Kunstlehrerinnen Elke Masannek, Birgit Kirsten und Silke Gebauer und sprach die Hoffnung aus, die konstruktive Zusammenarbeit im nächsten Jahr zu vertiefen. Die Jury tat sich sehr schwer, fand aber in Lena Gaedemann und Maximilian Trupp gleich zwei Sieger. Dahinter rangierten Lena Kammend, Klara Ziegler und Brigen Adusei. Sonderpreise gingen an Kirill Belsner und Iman Bayezza.

Am Vorabend war Europa-Ministerin Puttrich mit Applaus empfangen worden. Sie würdigte die Arbeit der "Kraniche" getreu ihres Mottos Künstler aus vier Gastländern einzuladen. Es zeige sich, dass Kunst sich grenzenlos gestalte, das werde hier in besonderem Maße deutlich. Kraniche sind Friedensbotschafter und deshalb prädestiniert für den "europäischen Gedanken", sagte Puttrich, ehe jeder Künstler sein Werk zum Thema Europa enthüllte.